Aktuell

Förderverein der Dienste für Menschen mit Behinderung Friedehorst mit neuem Vorstand und vielfältigen Aufgaben

19.04.2016

„Wer unsere begeisterten Bewohner einmal dabei beobachtet hat, mit welcher Hingabe sie unser Schiff für die Pappbootregatta in Vegesack bauen, der fragt sich nicht mehr: „Will ich helfen?“, der fragt nur „wie kann ich helfen?““. Fast euphorisch klingt es, wenn Alt-Bürgermeister Jens Böhrnsen schildert, warum er den Vorsitz des Fördervereins „frie“ übernommen hat.  Jetzt möchte er noch mehr Menschen in Bremen erreichen, ehrenamtlich Zeit zu spenden oder das Portemonnaie zu öffnen oder als Fördermitglied im Verein ein dauerhaftes Engagement anzustreben.
 
Neu aufgestellt hat sich „frie“, der Förderverein der Dienste für Menschen mit Behinderung Friedehorst gGmbH. Der bisher hauptsächlich von Angehörigen getragene gemeinnützige Verein will neue Mitglieder werben, die Interesse an sozialen Projekten haben. Gesucht werden Menschen mit und ohne Behinderung, die sich gerne engagieren, die sich für ihre Mitmenschen interessieren, die mit Rat, Tat oder Spenden unterstützen. Kurz: Menschen, die sich dafür einsetzen, dass Inklusion und Teilhabe möglich wird.
Jens Böhrnsen: „Uns geht es besonders darum, dass wir auch die Öffnung unterstützen. Wir wollen die Teilnahme von Menschen mit Behinderung am Leben in der Gemeinschaft fördern, uns nicht auf die Suche nach geschützten Nischen  beschränken. Das ist der proaktive Ansatz, bei dem wir aber nicht vergessen, wie sehr es auch noch darum gehen muss, einen Beitrag zum Abbau von Benachteiligungen zu leisten.“

 

Der Vorstand des Fördervereins „frie“ zusammen mit Nutzern des Freizi vor dem frisch renovierten Blockhaus. Die Sanierung wurde mithilfe des Fördervereins „frie“ ermöglicht.


Eine ganz besondere Herzensangelegenheit für den Förderverein und seine aktiven Mitglieder ist die Sicherung der Angebote des Friedehorster Freizeittreffs, das „Freizi“. Hier wird gekocht und gegessen, gelacht und getröstet, gebaut und gespielt, getanzt und gesungen. Freizeit-, Sport- und Bildungsangebote halten die Bewohnerinnen und Bewohner in Atem. Daran sind sie selber „Schuld“, denn im Clubausschuss wird entschieden, was passiert. Von denen, die es angeht, die „umzu“ leben und das „Freizi“ nutzen. Und wenn sie aus dem Haus treten, dann schauen sie nicht auf Mauern oder Grenzen, sondern auf einen offenen Stadtteil, zu dem sie dazu gehören wollen und dazu gehören.
Gerade der letzte Aspekt liegt Jens Böhrnsen sehr am Herzen: „Friedehorst ist ein ganz wesentlicher Akteur in Bremens Norden, der in seiner Bedeutung für Bewohner und Nutzer und als Arbeitgeber nach meiner Einschätzung außerhalb unserer Stadtteile manchmal unterschätzt wird, oder sogar unbekannt ist. Wir wollen Kontakte und Zusammenarbeitsformen nicht nur mit Personen, sondern auch mit Gruppen, mit Vereinen, Unternehmen oder Schulen. Nicht nur, um Hilfe zu gewinnen, sondern gemeinsam Aktionen zu starten. Jeder soll wissen: mit „frie“ zusammen zu arbeiten, heißt, „win-win-Aktionen“ zu haben.“
 
Wenn auch das „Freizi“ ein wenig in den Vordergrund rücken könnte, sollen weitere Initiativen und Angebote nicht vernachlässigt werden.
Solche Initiativen betrafen und betreffen Fragen der Ernährungsberatung. Tier- und Musiktherapie konnte in der Vergangenheit angeboten werden, eine Rollstuhlschaukel gibt es durch die Unterstützung von „frie“. Zusammen mit Bewohnern und Mitarbeitern wurden Verschönerungsaktionen gestartet. Der Förderverein unterstützt Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die von den Diensten für Menschen mit Behinderung Friedehorst betreut werden, aber nicht nur praktisch. Auch Informationen werden, soweit es möglich ist, weiter gegeben, Informationsabende sollen Angehörigen helfen.
 
Jens Böhrnsen: „Es soll aber gar nicht verschwiegen werden, es geht dem Verein auch um Geld. Die vielfältigen Aktivitäten sind nicht für umsonst zu haben, vieles muss ohne staatliche Hilfe auf die Beine gestellt werden. Die Angehörigen können das alleine nicht leisten. Deshalb ist es auch ein Anliegen, Spenden einzuwerben, hilfsbereite Förderer, die nicht die Zeit oder Kraft haben, sich aktiv einzubringen, zu finden. Auch darum wirbt der Verein.“ Ein konkretes Projekt hat Böhrnsen dabei schon im Hinterkopf: „Das Freizi hat bisher keine Küche – das möchten wir gern mit Spendengeldern ändern und eine Küche einbauen, die den Bedürfnissen der Besucher angepasst ist.“
 
Kontakt zum Förderverein „frie“:

Tel. 0421 6381 219
Mail: frie-foerderverein@friedehorst.de

Spendenkonto: DE47 2905 0101 0001 0829 73
Sparkasse Bremen