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100. Geburtstag im Friedehorster Almata-Stift in Walle

18.09.2015

Ein besonderer Geburtstag konnte gestern im Almata-Stift in Walle gefeiert werden: Meta Catharina Osterholz wurde 100 Jahre alt.

Jubilarin Meta Catharina Osterholz zwischen Sohn Karl Heinz (links) und Enkel Heiko

 

Die rüstige Dame wohnt erst seit 4 Jahren im Almata-Stift, das zur Stiftung Friedehorst gehört, und hatte bis dahin noch allein in ihrer Wohnung in Walle gelebt – über 55 Jahre in der gleichen Wohnung, in einer Siedlung der Bremischen. Ihr Mann war Bäckermeister und starb 1997. Sohn Karl Heinz Osterholz, selbst auch schon stolze 80 Lenze alt und ebenfalls ein „echter Waller Jung“ wie er sagt, feierte mit seiner Mutter den Ehrentag im Almata-Stift. Er kramt nach Erinnerungen aus seiner Kindheit: „Im Krieg, da hat meine Mutter dafür gesorgt, dass ich nicht in die Hitlerjugend musste. Sie hat immer eine Ausrede gefunden oder ist mit mir irgendwo hin gefahren. Am Ende hat sie mich zu Verwandten nach Worpswede geschickt, das war weit genug weg von Bremen“ erinnert er sich.
 
Im Essenssaal bei Akkordeon-Musik und dem Besuch einer Kindergartengruppe, kam richtig Geburtstagsstimmung auf. Am Ende schunkelten alle zu bekannten Walzermelodien und sagen gemeinsam Gassenhauer wie „An der Nordseeküste“. Wobei das Geburtstagskind selbst nicht mit einstimmte: „Wenn ich singen soll“ erzählt Meta Osterholz lächelnd „dann sag ich gleich die Wahrheit, nämlich: dann lauft Ihr alle weg!“
 
Im Almata-Stift fühlt Meta Osterholz, genannt „Medi“ sich sehr wohl. Ihre Tischnachbarin, die mit 73 Jahren schon einer anderen Generation angehört, umtüdelt sie liebevoll, und das Beste: „Sie mag nichts Süßes, ich aber umso mehr“ erzählt die Jubilarin. „Sie gibt mir immer ihren Nachtisch ab!“ Und das Patentrezept für langes Leben, wie lautet das? „Genau weiß ich es nicht“ meint Meta Osterholz „aber ich lese jeden Tag die Zeitung und löse Rätsel, und das hält auf jeden Fall jung.“