Aktuell

Ausbau der Kooperation zwischen Martinshof und Friedehorst

21.11.2017

Menschen mit Beeinträchtigungen eine individuelle berufliche Bildung und Beschäftigung ermöglichen – dies ist das Ziel des Martinshofes, eine Einrichtung der Werkstatt Bremen.

Seit einigen Jahren kooperiert der Martinshof in diesem Bereich erfolgreich mit der Stiftung Friedehorst in Bremen-Lesum. So haben auf dem Campus der Stiftung Friedehorst zahlreiche Menschen mit Beeinträchtigung eine sinnstiftende Tätigkeit gefunden.

Im Jahr 2000 hat zunächst eine Gruppe von mit 10 Werkstatt-Beschäftigten Dienstleistungen auf dem Stiftungsgelände übernommen.

Fünf Jahre später erfolgte die Erweiterung des Dienstleistungsangebotes um eine weitere Gruppe; seitdem betreibt der Martinshof den betriebsinternen Recyclinghof und organisiert die innerbetriebliche Abfall- und Wertstoffentsorgung auf dem Gelände der Stiftung Friedehorst.

Aktuell sind in diesem Bereich 24 Werkstatt-Beschäftigte tätig, die von zwei Fachkräften zur Arbeits- und Berufsförderung angeleitet und betreut werden.

Des Weiteren besteht zwischen dem Martinshof und der Stiftung Friedehorst eine Kooperation in der Betreuung von Menschen mit erhöhten und außergewöhnlichen Hilfebedarfen. Dabei stellt die Stiftung Friedehorst bis zu sieben Betreuungsplätze für Werkstatt-Beschäftigte des Martinshofes zur Verfügung.

Nun erweitern die beiden Träger ihre Zusammenarbeit durch die Eröffnung einer neuen Betriebsstätte des Martinshofes auf dem Friedehorster Campus.

An dem neuen Standort werden die bisherigen Außenstellen des Martinshofes in der Kerschensteiner Straße bzw. bei der Norddeutschen Steingut zusammengefasst.

„Wir freuen uns sehr, dass mit der neuen Betriebsstätte die Kooperation zwischen Friedehorst und dem Martinshof weiter ausgebaut wird“ sagte Holger Clausen, stellvertretender Geschäftsführer der Werkstatt Bremen anlässlich der Eröffnung. „Wir können hier künftig ein noch breiteres und damit noch besseres Angebot für Menschen mit Behinderung bieten.“

Die neue Betriebsstätte bietet auf einer Fläche von ca. 550 qm Arbeitsplätze für weitere 36 Martinshof-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, von denen 25 bereits vor Ort arbeiten. Bis zu  vier Fachkräfte leiten und betreuen die Mitarbeiter. Am Standort Friedehorst werden Montagearbeiten unter anderem für das Unternehmen ThyssenKrupp System Engineering GmbH oder die Gebr. DOLLE GmbH, einem Hersteller von Treppen, ausgeführt. Dafür bauen die Mitarbeiter des Martinshofes Mustertreppen zusammen, die in Baumärkten in ganz Deutschland ausgestellt werden. Auch Verpackungsarbeiten können in der neuen Betriebsstätte übernommen werden, zum Beispiel für die Firma Poliboy.

Insgesamt stellt der Martinshof in Zusammenarbeit mit der Stiftung Friedehorst auf dem Gelände an der Rotdornallee Arbeitsplätze für fast 70 Menschen mit Behinderungen in unterschiedlichen Bereichen und differenzierten Anforderungen zur Verfügung.

Friedehorst-Vorsteher Pastor Michael Schmidt freut sich darüber, dass durch die Kooperation weitere integrative Arbeitsplätze auf dem Friedehorst-Gelände entstehen: „Wir wollen Teil des Quartiers sein und kein Sondergelände“ sagt er. „Das gelingt umso mehr, je mehr Normalität und Alltag bei uns stattfinden – zum Beispiel mit diesen Arbeitsplätzen.“ Schmidt sieht in der Kooperation eine gelungene Weiterentwicklung für das Friedehorst-Gelände: „Es ist gut, dass wir auf unserem Campus mit Partnern gemeinsam soziale Arbeit machen können – zum Beispiel mit der Bremer Heimstiftung und ihrer Ergotherapieschule, dem Elternverein KEFI mit einer Einrichtung zur Kinderbetreuung und natürlich seit vielen Jahren mit der Werkstatt Bremen.“

 

Über die Stiftung Friedehorst

Mit rund 1.400 Mitarbeitenden gehört Friedehorst als Anbieter sozial-diakonischer Dienstleistungen zu den größten Arbeitgebern in Bremen-Nord und betreut mit seinen Angeboten rund 2.000 Menschen jährlich. Die Stiftung erbringt unter anderem Leistungen in der Altenpflege, beruflichen Wiedereingliederung, Behindertenhilfe und neurologischen Rehabilitation. Die Stiftung Friedehorst wurde 1947 auf einem ehemaligen Kasernengelände gegründet und ist mit ihren Einrichtungen im Stadtteil Lesum, in der Bremer Innenstadt sowie in ganz Niedersachsen vertreten.

 

Über Werkstatt Bremen / Martinshof

Mit dem Schwerpunkt der beruflichen Rehabilitation ist Werkstatt Bremen mit dem Martinshof als anerkannte Werkstatt für behinderte Menschen eine der größten und ältesten Werkstätten für Menschen mit Behinderung in Deutschland. Derzeit arbeiten rund 2.200 Beschäftigte bei Werkstatt Bremen, wobei 1.850 Arbeitsplätze an 37 Standorten im Bereich der angepassten Arbeit zur Verfügung stehen. So vielseitig wie die Menschen, die dort tätig sind, sind die verschiedenen Arbeitsangebote und Geschäftsfelder. Zahlreiche namhafte Unternehmen und Einrichtungen in und um Bremen schätzen die Werkstatt Bremen als leistungsstarken Partner in einem breitgefächerten Arbeitsspektrum.