Aktuell

Vorstand zieht Zwischenbilanz - Sanierung auf gutem Weg

02.08.2014

Der Vorstand der Stiftung Friedehorst zieht nach einem guten Jahr im Amt eine erste Zwischenbilanz der Sanierung der Stiftung und ihrer Tochtergesellschaften.

„Wir sind vor einem Jahr in Friedehorst mit einer sehr schwierigen Situation konfrontiert worden, die fĂĽr die gesamte Stiftung existenzgefährdend war“, betont Bert Juhnke. „Und um Friedehorst wieder auf eine sichere Basis zu stellen, mussten wir neben einigen SofortmaĂźnahmen ein mittelfristiges Sanierungskonzept  aufstellen, das uns als Fahrplan fĂĽr die Jahre 2014 und 2015 dient.“

„Unser gemeinsames Ziel und Auftrag ist es, unsere sozial-diakonischen Angebote in Bremen langfristig zu sichern und die Stiftung in ihrer Eigenständigkeit zu erhalten“, ergänzt Pastor Michael Schmidt.

Das Sanierungskonzept wurde im Sommer 2013 in weniger als drei Monaten aufgestellt und wird sowohl von der Mitarbeiterschaft, die ĂĽber eine Dienstvereinbarung einen Beitrag zur Sanierung leistet wie auch von den finanzierenden Banken getragen.

„Damit sich alle Beteiligte hinter dieses Sanierungskonzept stellen, mussten wir eine Menge an Überzeugungsarbeit leisten. Und es ist uns schließlich vor wenigen Tagen gelungen, auch die finanzierenden Banken ins Boot zu holen. Die ersten wesentlichen Veränderungen in Friedehorst werden schon in diesem Monat abgeschlossen sein“, so Michael Schmidt.

„Wir haben inzwischen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wieder in den gemeinsamen Tarif der Diakonie zurückgeführt und damit die berechtigte Forderung der Tariftreue erfüllt. Darüber hinaus haben wir die Organisation der Gesellschaften entsprechend der inhaltlichen Themen aufgestellt und die Zersplitterung in zu viele Tochter- und Enkelgesellschaften bereinigt. In einer deutlich schlankeren und klaren Struktur liegt für uns ein wichtiger Teil des Erfolgs“ fügt Bert Juhnke hinzu.

Friedehorst besteht nun aus einer Förderstiftung an der Spitze, einer Dachgesellschaft und sechs operativen Tochtergesellschaften der ambulanten wie stationären Altenpflege, der Behindertenhilfe, der Berufsförderung sowie der Neurologischen und beruflichen Reha. Mit 1.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werden ca. 2.000 Menschen jedes Jahr begleitet. Friedehorst ist einer der größten Arbeitgeber in der Region und konnte für die aktuellen Herausforderungen neue engagierte Führungskräfte gewinnen.

Erfolgreich betrieben werden mittlerweile auch die Neubauprojekte, die durch die Überschreitung der Baukosten um mehrere Millionen Euro vor 1½ Jahren die Situation Friedehorst so zugespitzt hatten. „Die neurologische Rehaeinrichtung für Erwachsene ist mit ihren 50 Plätzen bereits nach wenigen Monaten sehr gut belegt und ergänzt das Angebot der Kinder- und Jugendreha in idealer Weise. Und auch das Kinderhaus Mara mit seinen hochspezialisierten Möglichkeiten ist inzwischen sehr gut belegt“ unterstreicht Bert Juhnke. „Das jüngste Kind ist gerade einmal drei Wochen alt und wird mit besonderer Liebe und Aufmerksamkeit rund um die Uhr betreut“.

Nach der ersten Phase der großen Veränderungen in Friedehorst wird es auch in der zweiten Hälfte der Sanierung erforderlich sein, alle Arbeitsabläufe und Dienstleistungen zu optimieren, die Qualität zu verbessern und neue Angebote zu entwickeln.

„In den kommenden Monaten werden wir alle gemeinsam ein Zukunftskonzept „Friedehorst 2020“ erarbeiten, das als Fahrplan für die Jahre nach 2015 dient. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind sehr engagiert – in der Arbeit für die Menschen wie in ihrem Einsatz für Friedehorst. Wir sind sehr sicher, dass die Sanierung gelingt und Friedehorst auch zukünftig ein wichtiger und starker Partner in der sozialen Arbeit sein wird“, so die Vorstände.