Aktuell

Frischer Wind um die Nase

23.08.2017

Sich endlich mal richtig den Wind um die Nase wehen lassen: Am Dienstag hat die Stiftung Friedehorst zwei nagelneue Rollstuhl-Transportfahrräder eingeweiht. Die „Veloplus“-Spezialräder aus den Niederlanden ermöglichen auch schwerstpflegebedürftigen Menschen kleinere und größere Radtouren. Pfleger oder zuvor eingewiesene Angehörige treten dabei in die Pedale und werden durch einen Elektroantrieb unterstützt.

Bewohnerinnen und Bewohner des Pflegwohnbereichs Via Vita haben bereits erste Testfahrten unternommen und waren begeistert. Sie bleiben einfach im Rollstuhl sitzen, der auf der tief liegenden Plattform des Transportfahrrades sicher fixiert wird – und los geht’s. Gewöhnungsbedürftig sei nur der große Wendekreis, berichteten die Veloplus-Piloten, die gemeinsam mit ihren Passagieren auf dem Friedehorst-Gelände unterwegs waren.

Möglich wurde die Anschaffung unter anderem durch eine 7.500-Euro-Spende im Rahmen der Restcentaktion von Arcelor Mittal. Die Mitarbeiter spenden dabei jeden Monat die Cent-Beträge ihrer Lohn- oder Gehaltsabrechnung; die Unternehmensleitung verdoppelt die gespendeten Beträge. Arbeitnehmer-Vertreterin Maren Wolter und Marion Müller-Achterberg (beide Arcelor Mittal) waren mit vor Ort in Friedehorst und testeten die Neuanschaffung.

Weitere 5.000 Euro wurden von der Waldemar-Koch-Stiftung für das Projekt bereitgestellt. Hinzu kamen Einzelspenden und Kollekten, so dass am Ende insgesamt 15.000 Euro für den Kauf zweier Rollstuhl-Transportfahrräder zur Verfügung standen – doppelt so viel wie ursprünglich geplant.

Friedehorst-Vorstand Michael Schmidt bedankte sich herzlich bei allen Spendern und hob hervor, dass durch die beiden neuen Fahrräder die vielen Begrenzungen, die schwerstpflegebedürftige Menschen erfahren, um ein kleines Stück verringert würden, „ihr Radius im Alltag vergrößert sich“. Die Fahrräder stehen künftig allen Bewohnern und Rehabilitanden der Einrichtungen der Stiftung Friedehorst zur Verfügung.