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Tag der Kinderhospizarbeit: Helfen, wo Hilfe nötig ist

06.02.2015

Auch Friedehorster Kinderhospizdienst Jona beteiligt sich

Ein Junge kommt mit einer seltenen Nerven-Muskelerkrankung zur Welt, ein Mädchen bekommt mit neun Jahren einen aggressiven, unheilbaren Hirntumor: Meistens treffen solche Schicksalsschläge nicht einen selbst, sondern die anderen. Meistens – aber nicht immer.

„Auch in unserer Region leben viele Familien mit schwerstkranken Töchtern oder Söhnen, die vor dem Erwachsenenalter sterben werden. Keines dieser Elternpaare hat je damit gerechnet, ein unheilbar krankes Kind zu bekommen. Und trotzdem ist genau das geschehen“, sagt Jutta Phipps, Koordinatorin des ambulanten Kinderhospizdienstes Jona, der betroffene Familien in Bremen und Umland begleitet.

„Im vergangenen Jahr haben wir 27 Familien unterstützt“, zieht sie Bilanz anlässlich des Tags der Kinderhospizarbeit am 10. Februar. Finanziert wird die Arbeit von Jona zu einem überwiegenden Teil aus Spendengeldern. „Das, was wir an öffentlicher Förderung etwa von Krankenkassen bekommen, reicht bei weitern nicht aus, um unsere Kosten zu decken“, erläutert Jutta Phipps. „Ohne großzügige Privatleute und Unternehmen könnten wir nicht überleben.“

Der „Tag der Kinderhospizarbeit“ findet jedes Jahr am 10. Februar statt. An diesem Tag soll die Lebenssituation schwerstkranker Kinder und ihrer Angehörigen in die öffentliche Aufmerksamkeit gerückt werden. Derzeit gibt es rund 145 ambulante Kinderhospizdienste, die ähnlich arbeiten wie Jona. Hinzu kommen bundesweit 13 stationäre Einrichtungen.

Anlässlich des Tags der Kinderhospizarbeit werden Mitarbeitende von Jona sowohl in der Innenstadt als auch an einem Stand in der Stadtbibliothek über ihre Arbeit informieren und Literatur zu dem Thema ausstellen.