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Erster Nebelthauschüler gewinnt Grips-Stipendium

14.11.2014

Im Laufe des von mir und Frau Rakowski begleiteten Bewerbungsverfahrens habe ich einen wertvollen Einblick in das Grips gewinnt-Stipendium bekommen. Wir waren damals ziemlich überrascht, dass Leonard sich dafür interessieren sollte und sich beworben hatte, dafür benötigte er ein Gutachten seiner Klassenlehrerinnen. Natürlich hatten wir seinem Wunsch entsprochen, waren jedoch skeptisch, ob es bei so vielen Bewerbern mit dem Stipendium klappen würde. Umso mehr freuten wir uns zu erfahren, dass Leo es geschafft hatte und man dankte uns mit der Einladung zur Stipendiumsverleihung dafür, dass wir seine Bewerbung unterstützt hatten.
Aber was ist eigentlich „grips gewinnt“?


Grips gewinnt ist ein Schülerstipendiumsprogramm der Joachim Herz- und Robert Bosch- Stiftung, dass Schülern/innen ab der 8. Klasse bis zum (Fach)Abitur unterstützt, die finanzielle, kulturelle oder soziale Schwierigkeiten überwinden müssen und diese schlecht allein bewältigen können. Die Bewerber sollten gute Noten haben und sich persönlich engagieren. Die Stipendiaten werden zu diversen Seminaren (z.B. Rhetorik) oder Veranstaltungen geladen, erhalten eine persönliche Beratung und werden unterstützt in der Berufsfindung. Auch bei der Finanzierung wichtiger Arbeitsmaterialien wie Büchern oder z.B. eines Laptops kann einem geholfen werden. Im besten Fall sollte jeder Gripsi (Spitzname für die Stipendiaten) nach seinem erfolgreichen Schulabschluss und dem gleichbedeutendem Ende des Stipendiums, ein wertvolles langfristiges Netzwerk gesponnen haben, dass er effektiv für seine weitere Zukunft nutzen kann. Ich möchte allen Schülerinnen und Schüler, die sich angesprochen fühlen, aber auch Eltern, ermutigen sich genauer unter www.grips-stipendium.de/bewirb-dich zu erkundigen.

V. Kreutzer


Hier ist Leonards Bericht:


Ich hatte mich bei grips gewinnt beworben und bin im Sommer letzten Jahres zum Vorstellungsgespräch nach Hamburg eingeladen worden. Es lief sehr gut, die Jury war nett und es hat Spaß gemacht. Als ich ein paar Wochen später einen Brief von grips bekam war ich ganz aufgeregt, ob ich es geschafft hatte. Ich wurde mit ca. 100 anderen Stipendiaten in das Programm aufgenommen. Im Brief stand auch, dass es vorab ein Kennenlernseminar gäbe und dass ich für die offizielle Aufnahme in das Programm nach Berlin eingeladen bin. Am Samstag, den 27.09.14 sollte die Feier im Tipi vor dem Kanzleramt (ein großes Zirkuszelt vor dem Kanzleramt in Berlin mit einer Bühne usw.) stattfinden. Ich wurde aber nicht allein eingeladen, sondern auch meine Klassenlehrerinnen Frau Kreutzer und Frau Rakowski, die mein Bewerbungsgutachten geschrieben hatten. In Begleitung meines Vaters fuhr ich dann mit vielen anderen Stipendiaten nach Berlin, und so habe ich diesen Tag erlebt:


Mein Tag startete um 04:15 Uhr. Ich musste nämlich um 5:45 Uhr am ZOB beim Cinemaxx in der Stadt sein. Da sich zwei Stipendiaten verspäteten sind dann alle Stipendiaten aus Bremen und deren Begleitung eine Stunde später nach Berlin losgefahren, zudem fand an dem Tag auch noch der Berlinmarathon statt, aber um ca. 11:30 Uhr kamen wir dann in Berlin an. Wir mussten auch gleich anfangen den Festakt zu proben, damit wir auch genau wissen wann wir wo sein müssen und wann wir aufgerufen werden.

Ein wenig später ging es dann auch schon los. Die Vorstandsmitglieder der Joachim Herz Stiftung und der Robert Bosch Stiftung - die das Programm erst möglich machen - haben interessante Reden gehalten und zwischendurch wurde das Programm durch die Band Rhonda aus Hamburg aufgelockert. Dann war es soweit, die Urkunden wurden überreicht, Fotos gemacht und das war dann auch schon alles, sogar meine Klassenlehrerinnen waren zur Verleihung gekommen und haben Fotos gemacht. Alles war leichter als gedacht.


Zum Schluss hat der Moderator noch ein schönes Gedicht aus seiner Kindheit erzählt und damit das Buffet eröffnet. Mein Vater und ich haben gemeinsam mit meinen Klassenlehrerinnen das gute Essen so wie das tolle Wetter genossen.

Um ca. 17:00 Uhr mussten alle Stipendiaten die Heimreise mit ihren Bussen antreten und alle die nicht aus Bremen kamen bis zum Dezember (dann ist das nächste Seminar) verabschieden. Als mein Vater und ich nach einer langen Busfahrt um ca. 23:00 Uhr zu Hause waren, wollten wir nur noch schlafen, aber alles in allem war es ein sehr schöner Tag.