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NRZ feiert 30-jähriges Bestehen

09.07.2015

 

Die Schädigung des Gehirns als Folge eines Unfalls oder durch eine neurologische Erkrankung stellt ein tiefgreifendes Ereignis im Leben eines Menschen dar. Um Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen den Weg zurück in Familie und Gesellschaft, Schule oder Beruf zu ebnen, wurde 1985 in Friedehorst das Neurologische Rehazentrum gegründet – übrigens das erste überhaupt in Deutschland. Unter der Leitung von Dr. Annegret Ritz war die Einrichtung mit 100 Betten zunächst für die stationäre neurologische Rehabilitation von zwei bis 21-jährigen Patienten konzipiert. Im Laufe der Jahre erweiterte sich das Altersspektrum aufgrund der hohen Nachfrage bei Erwachsenen deutlich nach oben, so dass 1993 ein weiterer teilstationärer Bereich eröffnet wurde, der damit auch älteren Patienten zur Verfügung steht.

2000 übernahm Dr. Matthias Spranger die ärztliche Leitung des Reha-Zentrums und baute den Rehabilitationsbereich für Erwachsene weiter aus. Mittlerweile betreut das NRZ unter der Leitung von Chefarzt René Kakos 137 stationäre und 22 teilstationäre Kinder, Jugendliche und Erwachsene. „Unser jüngster Patient ist zwölf Wochen alt, unsere älteste Patientin 92 Jahre“, erzählt Renate Barnack-Otto, die seit 30 Jahren als Pflegeleitung in Friedehorst arbeitet.

Im Durchschnitt verweilen die Patienten rund zwei Monate im NRZ – manche auch ein bis zwei Jahre, wenn sich eine berufliche Rehabilitation anschließt. Die intensive Zusammenarbeit der Rehabilitanden mit weiterbehandelnden Institutionen, Betrieben und Schulen ist Teil des umfassenden Konzepts, mit dem das NRZ die Rehabilitanden unterstützt. Das Ärzteteam aus neun Fachbereichen will auch künftig in Friedehorst alles daran setzen, für jeden Rehabilitanden die größtmögliche Teilhabe am Alltags- und Berufsleben zu erlangen.