Suchthilfe

Wohngruppe im Bodo-Heyne-Haus

Das Bodo-Heyne-Haus in der Bremer Neustadt ist ein Wohnverbund von Wohngruppen für Erwachsene. Hier befindet sich zum einen eine Wohneinrichtung für alkoholkranke Menschen. Sie bietet ein bedarfsorientiertes Zuhause für Erwachsene, die in Folge von Alkoholismus unter hirnorganischen Veränderungen leiden. Zum anderen befindet sich im Haus eine Wohngruppe für Erwachsene mit Behinderung.


Die Wohngruppe für alkoholkranke Menschen ist bestimmt für Betroffene, die durch langjährigen Alkoholmissbrauch und mangelhafte Ernährung aufgrund der alkoholtoxischen Wirkung beträchtliche hirnorganische Veränderungen erlitten haben. Diese Veränderungen führen schließlich zum Verlust von Gedächtnisleistungen und -funktionen, dem so genannten Korsakow-Syndrom. Neue Gedächtnisinhalte können aufgrund von Störungen im Kurzzeitgedächtnis nicht dauerhaft gespeichert werden.

Die Betreuungs- und Förderleistungen im Bodo-Heyne-Haus bewirken einen Entwicklungsprozess in Richtung dauerhafter Abstinenz und fördern eine Einschätzung der eigenen Suchtproblematik. Die medizinische Versorgung erfolgt über niedergelassene Ärzte.

Zum Förderangebot der Suchthilfeabteilung im Bodo-Heyne-Haus gehören Gedächtnistraining, psychosoziales Training, Sport, Musik und kreatives Gestalten. Das gemeinsame Kochen, Backen und Erledigen der Hausarbeit dient der Stärkung des Selbstwertgefühls. Ausflüge und Gespräche ergänzen das Angebot.

Ziel unserer Arbeit ist es, den im Bodo-Heyne-Haus lebenden Menschen einen stabilisierenden, suchtmittelfreien und sinnvollen Lebensrahmen zu bieten, indem der Einzelne sowohl mit seinen gesunden, als auch defizitären Anteilen gesehen, begleitet und bestmöglich gefördert wird.

In der Geschichte "Das Trainingslager" erzählt ein ehemaliger Bewohner über seinen Weg mit Hilfe des Bodo-Heyne-Hauses zurück in ein selbstständiges, abstinentes Leben.